Es gibt einen Moment, da muss man sich entscheiden!

Es gibt einen Moment, da muss man sich entscheiden! “Die Autofotografie endet heute für mich” – so die offizielle Bekanntgabe Ende letzter Woche über meine Social-Media-Kanäle. Hat die Nachricht öffentlich doch nur verhalten für Reaktionen gesorgt, erreichten mich komischerweise umso mehr Nachrichten auf direktem Wege. Stirnrunzeln, Fragezeichen, aber auch Verständnis und jede Menge Fragen – hier ein paar Antworten.

 

Warum gibst Du genau diesen Bereich der Fotografie auf?

1.Die klassische Autofotografie als solches gibt es kaum noch und wie ich schon öfters geschrieben habe, mag ich keine CGI Arbeiten. CGI hat seine Berechtigung, stellt für mich persönlich aber keine fotografische Leistung dar. Vielmehr ist es eine reine Postarbeit, bei der man als Fotograf eher gefühlt wie ein dressiertes Äffchen mit einem Latte macchiato neben dem Bildbearbeiter sitzt. 2. Die Ergebnisse in der aktuellen Autofotografie langweilen mich, da absolut austauschbar. 3. In keinem Bereich der Auftragsfotografie reden so viele Leute mit – für meinen Geschmack eindeutig  zu viele. 4. Die heutigen Jobs sind überwiegend viel zu schlecht bezahlt. 

 

Was willst Du stattdessen machen?

Meine jetzige Fotografie, eine Mischung aus Reportage, People, Portrait und Reise entspricht genau meiner „Idee von Fotografie“: alles in allem sehr frei und mit natürlichem Licht. Vieles entsteht spontan – und bietet so noch Platz für etwas “Gesteuertes”, gerade im Bereich Portrait. Es wird meine neue Ausrichtung vervollständigen und ergänzen. Ein Spannungsbogen. Mehr möchte ich noch nicht vorwegnehmen. Fortsetzung folgt bald in der Dokumentarserie “the idea of photography”.

 

Warum kündigst Du das so offensiv an? Man könnte es doch auch einfach auslaufen lassen? 

Gegenfrage: Warum sollte ich das nicht tun? Es ergibt für mich absolut keinen Sinn, mich darüber auszuschweigen. Im Gegenteil: ich sehe ausschließlich Vorteile in der offensiven Herangehensweise und der daraus folgenden Tatsache, dass der Markt möglichst schnell mitbekommt, dass ich diesen Bereich nicht länger bedienen will und etwas Neues folgen wird. Klare und konsequente Kommunikation gehören zu meinem Arbeitsstil und schaffen Platz in den Köpfen für mein neues fotografisches Thema.

 

Wirst Du nie mehr Autos fotografieren?

Sag niemals nie. Aber Stand heute habe ich das definitiv nicht vor. Spezielles, wie z. B. Reportagen, in denen das Auto nur ein Teil der Bildstrecke ist, finde ich noch immer spannend. Motorsport, in dem auch der Mensch oder Fahrer als Charakter selbst im Fokus steht, finde ich nach wie vor sehr interessant. Als Autofotograf kann ich damit jedoch nicht mehr durchgehen. Daher wird es auch keine neuen freien Portfolioarbeiten mehr zu dem Thema geben.  

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