Palma Trip

Die meisten von euch, die mein Treiben schon länger verfolgen, wissen von meiner Kooperation mit Fujifilm. So sehr ich diese Zusammenarbeit schätzen gelernt habe, so deutlich spiegelt mir auch der Konzern aus Tokio durch seinen deutschen Ableger die Anerkennung meiner Arbeit für sie wider.

Zur Markteinführung der neuen X100F war ich einer der Fotografen, die für einen Test zu Rate gezogen wurden: Vorzüge und Nachteile feststellen, die dann gegebenenfalls noch angepasst wurden. Die Wahl auf mich fiel sicherlich auch deshalb, weil die Kamera einfach zu meiner Arbeitsweise passt. So begab ich mit einem Assistenten und einem Kameramann auf eine kleine Reise nach Palma, wo ich einige Reise-Moods in schwarzweiß geschossen habe. Darüber hinaus haben wir meine Arbeitsweise mit der Kamera auch in Bewegtbild dokumentiert: spannend für mich dieses Mal Testimonial, Fotograf und Regisseur zugleich zu sein – eine ganz neue (und durchaus nicht ganz leichte) Herausforderung, sich selbst auch vor der Kamera zu beurteilen.

Gefilmt haben wir das Ganze auf der Fujifilm X-T2. Überrascht war ich, dass das Filmbild direkt aus der Kamera meinen Qualitätsstandard bei weitem übertroffen hat. Besonders spannend fand ich es, im Fuji-eigenen Acros-Filmsimulations-Modus zu drehen, welcher dem Footage direkt den Look der bekannten Fuji Acros-Filme verleiht. Ein benutzbares Grading hat man somit auch schon und – viel entscheidender – die Ergebnisse sind von eine Qualität, welcher es kaum noch Anpassung im Grading bedarf – wie wir gerade selbst im Schnitt feststellen. Die genaue Belichtung ist jedoch entscheidend, wenn man im Across-Modus filmt, andernfalls ist das Material verloren. Auch wenn diese Technik noch in gewisser Weise in den Kinderschuhen steckt, so wird es doch die Zukunft sein, in dieser Art zu filmen. Man darf also gespannt sein, was in den nächsten Jahren noch alles passieren wird. Ein Verbesserungsvorschlag, der vielen die Anwendung einfacher machen würde: Die Kamera besitzt zwei Kartenslots. Toll wäre es, wenn man dann im Filmsimulations-Modus filmt, das Footage mit dem Look auf die eine Karte geladen wird und das unbehandelte Footage auf die andere Karte. Damit würde man alle Möglichkeiten als Filmer behalten. Vielleicht inkludiert Fuji dieses nochmal in einem Firmenware-Update. Lohnen würde sich das auf alle Fälle.

Seit ich das erste Mal mit der X100F gearbeitet habe, ist die Kamera zu einem festen Bestandteil meiner Ausrüstung geworden, den ich nicht mehr missen möchte.