Jurilovca

Jurilovca, Rumänien, südliches Donaudelta am Schwarzen Meer. Ein Dorf von vielen, verschlafen am Rande der EU. Früher zu den Zeiten der Sowjetunion boomte der stattliche Fischfang, das ehemalige Gebäude der Fischerei Kooperative ist noch ein Zeugnis davon. Heute steht es verlassen da und wartet auf einen Käufer, der die Kosten für die nötige Renovierung aufbringen kann.

Das Donaudelta, mit 5600 Quadratkilometer (rumänischer und ukrainischer Teil) ist das zweitgrößte Delta Europas. Zur Vielzahl seiner Lebensräume zählen auch die großen Seen im Süden, die aus ehemaligen Meeresbuchten und Lagunen hervorgegangen sind. Fährt man im Hinterland einmal umher trifft man öfter kleine Fischerboote, die auf dem Trockenen stehen an. Sie dienen ihren Besitzern heute als Wochenend-Domizile.

 Das große Geschäft ist heute der Tourismus und die Vögel, es leben im Delta 325 verschiedenen Arten, darunter über 200 Brutvogelarten. Mit einer kleinen Schaluppe fährt der ortsansässige Geschichtslehrer Paul seine Gäste oft zu den schönsten Plätzen.